Mineralschaum

Die Mineralschaumdämmplatte, auch Mineraldämmplatte genannt, ist eine Wärmedämmplatte aus mineralischen Baustoffen. Die Hauptbestandteile sind Kalk, gegebenenfalls auch Zement, sowie Quarzsand und ein oft aluminiumhaltiger Porenbildner. Zusammensetzung und Herstellungsprozess ähneln dem von Porenbeton, Calciumsilikat-Platten und Kalksandstein, wobei die beiden Letzteren keinen Porenbildner enthalten. Die Mineralschaumplatte ist durch ein geringes spezifisches Gewicht und eine hohe Porosität gekennzeichnet und hat dadurch eine geringe Wärmeleitfähigkeit. Aufgrund ihrer Druckempfindlichkeit wird sie in der Regel verputzt oder verspachtelt.

Anwendung

Da mit ihr im Gegensatz zu Mauersteinen keine tragfähigen Wände ausgebildet werden können, beschränkt sich ihre Anwendung auf die Wärmedämmung von Gebäuden, etwa bei einer Innendämmung oder einem Wärmedämmverbundsystem. Kalkgebundene Mineralschaumplatten sind diffusionsoffen (dampfdurchlässig) sowie kapillaraktiv (hydrophil) und daher besonders für die Innendämmung beheizter Räume geeignet. Aufgrund der Kapillaraktivität können sie in der Tauebene oder an Wärmebrücken anfallendes Tauwasser kapillar ableiten und zur Wandoberfläche transportieren, wo es verdunsten kann. Porenbetonplatten sind ebenfalls diffusionsoffen, jedoch in der Regel nicht oder nur eingeschränkt kapillaraktiv (hydrophob). Sie werden daher überwiegend zur Kaltseitendämmung (z. B. im Außenbereich) eingesetzt. (Siehe auch: Hydrophilie, Kapillarität, Hydrophobie, Diffusion). Mineralschaumdämmplatten sind feuchteunempfindlich und formstabil bei ausreichend hoher Zug- und Druckfestigkeit. Somit ist ihr Einsatz auch in feuchtebelasteter Umgebung möglich.

Quelle: wikipedia.de
 
Mineralschaumplatten